Lehrgebiet für Bioverfahrenstechnik (BioVT)

Kinderferienprogramm an der TUK mit der BioVT

Spaß mit MINT

Mit der BioVT auf den Spuren der Mikroorganismen

Ausgehend von der Überlegung, dass Bakterien, Pilze und Algen vielleicht unsere „Fabriken der Zukunft“ sein können, haben wir uns am 14.10.2021 beim Kinderferienprogramm der TUK mit 30 jungen Nachwuchsforschern auf die Spuren der Mikroorganismen begeben.

Dabei lernten die Jungforscher, dass Brot, Bier, Wein und Joghurt mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt werden und dass uns Enzyme überall in unserem Alltag begegnen: sei es im Waschmittel, bei der Gewinnung von Biotreibstoffen und sogar bei den Mandarinen aus der Dose. Außerdem erfuhren sie, dass die Hautflora keine junge Dame ist, die Hautpflegeprodukte verkauft, sondern eine Bezeichnung ist für die Gesamtheit der auf unserer Haut lebenden Mikroorganismen.

Bei einem Versuch mit Hefe, Zucker, Wasser, roten Herzluftballons und  großen Erlenmeyerkolben entdeckten die Kinder, dass die Hefe zum Arbeiten Zucker und Wärme benötigt und dabei Kohlenstoffdioxid produziert.

Auch geschmacklich konnte ein mit Hilfe von Mikroorganismen hergestelltes Produkt erforscht werden: Es gab Joghurt, der mit leckeren Aromen verfeinert und dann aufgegessen werden durfte. Mit einem mikrobiellen Fingerabdruck auf einer Agarplatte gab es am Ende auch etwas zum Mitnachhausenehmen und Weiterforschen.

Welche Farbe hat ein grünes Blatt?

Mit der BioVT den Blattfarbstoffen auf der Spur

Im Rahmen des Kinderferienprogramms der TUK waren 26 kleine Nachwuchsforscher am 23.02.22 zu Gast bei der BioVT. Gemeinsam gingen wir der Frage „Welche Farbe hat ein grünes Blatt?“ auf die Spur. „Ist doch eigentlich logisch“, sollte man meinen, oder? Aber woher kommen denn die vielen bunten Farben im Herbstlaub? Wir stellten schnell fest, dass diese Frage nicht mittels einer Lupe beantwortet werden kann. Während eines kleinen Vortrags hörten die Kinder daher von einem Herrn Tswett, der vor über 100 Jahren eine Methode namens „Chromatographie“ erfunden hat. Mit dieser Methode war es Herrn Tswett möglich, Blattfarbstoffe voneinander zu trennen. Da sich diese Methode auch gut mit Alltagsgegenständen durchführen lässt, waren nun die Kinder an der Reihe, die Blattfarbstoffe von frischem Spinat sichtbar zu machen.

Da jede*r Forscher*in auch eine ordentliche Forscherausrüstung braucht, schlüpften die Kinder zuerst begeistert in Laborkittel und Schutzhandschuhe. Anschließend wurden Begriffe wie „mörsern“, „pipettieren“, „extrahieren“ und „filtrieren“ durch ‚Selbermachen‘ greifbar und nach einiger Zeit konnten die Kinder die eigentliche Chromatografie starten, indem sie ein Stück Tafelkreide in das selbst hergestellte Spinatextrakt stellten. Dann hieß es warten. Doch es war keine Zeit für Langeweile. Während die grüne Flüssigkeit langsam die Kreide hochwanderte, lernten die Kinder noch eine andere Art der Chromatographie kennen. Diesmal ging es darum herauszufinden, ob es sich bei Filzstiftfarben um reine Farben handelt, oder ob sie aus mehreren Farben zusammengesetzt sind.  Für diesen Versuch wurden neben den zu untersuchenden Filzstiften nur zwei runde Filterpapiere und ein Becherglas mit Wasser benötigt. Das Ergebnis dieses Versuchs war ebenso beeindruckend, wie das Resultat beim Versuch mit den Blattfarbstoffen: Das Filterpapier zeigte ein buntes Muster aus Farben, die eigentlich gar nicht aufgemalt wurden und bei der Tafelkreide ließen sich mehrere Schichten mit verschiedenen Grüntönen und auch einer gelben Schicht erkennen. Die Kreide mit den getrennten Blattfarbstoffen und das bunte Filterpapier durften im Anschluss natürlich mit nach Hause genommen werden. Und eine Aussage bei der Verabschiedung der Kinder lässt auf zukünftigen naturwissenschaftlichen Nachwuchs hoffen: „Danke, das hat Spaß gemacht.“

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