Lehrstuhl für Werkstoffkunde (WKK)

Prof. em. Dr.-Ing. Erwin Roeder

Emeritus

Ehemaliger Leiter und Gründer des Lehrstuhls für Werkstoffkunde und Mechanische Technologie (1975 - 1994)

 

 

 

Angaben zur Person

Prof. Erwin Roeder, Jahrgang 1927, studierte von 1947 bis 1951 an der RWTH Aachen Allgemeine Elektrotechnik und wandte sich anschließend während seiner Doktorarbeit der Werkstoffkunde zu. Zum Jahre 1958 folgte ein Aufenthalt im niederländischen Eindhoven, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem renommierten „Natuurkundig Laboratorium der N.V. Philips‘ Gloelampenfabrieken“ an Grundlagen von Werkstoffen der Elektotechnik, wie dem Wolfram für Glühlampen und den Eisen-Silizium-Legierungen für Transformatoren, forschte.

1960 wechselte Roeder in das Philips Forschungslaboratorium nach Aachen über, wo ihn zum 1. April 1975 der Ruf als Professor auf den Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Mechanische Technologie an der damals noch jungen Universität Kaiserslautern erreichte. Dort setzte er seine Forschung zum Strangpressen von Glasschmelzen, einem für die Glasindustrie damals noch neuartigen Formgebungsverfahren, fort. Sie führte schließlich zwischen 1985 und 1999 zur Auslieferung von drei großen Strangpreßeinrichtungen an namhafte Industrieunternehmen in Japan und Frankreich.
Daneben widmete sich Professor Roeder in seiner Forschung einer Vielzahl anderer Themen, unter anderem der Verarbeitung höchstschmelzender Werkstoffe für die Lichterzeugung, dem Schwingfestigkeitsverhalten hochlegierter Stähle unter gleichzeitiger thermischer und korrosiver Beanspruchung sowie dem Verschweißen von Gläsern, Glaskeramiken und Keramiken mit Metallen mittels Ultraschall. Für letzteres erhielt er 1992 den Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz.

Während seiner Tätigkeit als Hochschullehrer hielt Professor Roeder mehr als 1.400 Vorlesungen für Studierende des Maschinenbaus, des Wirtschaftsingenieurwesens und der Elektrotechnik. Darüber hinaus ist er Autor und Mitautor von mehr als 90 wissenschaftlichen Publikationen. Ergänzend hierzu entstanden an seinem Lehrstuhl etwa 500 Studien- und Diplomarbeiten sowie 20 Dissertationen. Des Weiteren wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten durch drei Patenterteilungen gekrönt. Von 1983 bis 1987 war er Prodekan und Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik. 1994 übergab er die Lehrstuhlleitung an seinen Nachfolger, Herrn Professor Dietmar Eifler.

Auch in seinem Ruhestand, seit 1994, fühlt sich der Emeritus der TU Kaiserslautern weiterhin stark verbunden. So rief er vor einigen Jahren die Professor-Erwin-Roeder-Stiftung ins Leben. Sie ist unter dem Dach der Stiftung für die TU Kaiserslautern angesiedelt. Außerdem engagiert er sich in der Stiftung für die TU Kaiserslautern und fördert darüber hinaus zur Zeit den wissenschaftlichen Nachwuchs mit dem Deutschlandstipendium. „Helfen zu dürfen ist etwas Beglückendes, vor allem im Alter“, begründet er sein Engagement.

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