Lehrstuhl für Werkstoffkunde (WKK)

Hybride Werkstoffsysteme

Charakterisierung des Ermüdungsverhaltens metallischer Werkstoffe im VHCF-Bereich

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass die klassische Theorie von Wöhler, nach der die Lebensdauer von Werkstoffen in die Bereiche Kurzzeitfestigkeit, Wechselfestigkeit und Dauerfestigkeit unterteilt werden kann, ergänzt werden muss. Demnach schließt sich dem Bereich der Dauerfestigkeit, der aktuell zwischen 2 x 106 und 2 x 107 Lastwechseln angenommen wird, für einige Werkstoffgruppen der Bereich des Very High Cycle Fatigue (VHCF) an, der durch einen erneuten Festigkeitsabfall gekennzeichnet ist.

Die zu realisierende hohe Zahl von mehr als N > 108 Lastwechseln erfordert auch unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit der durchzuführenden Versuche eine signifikante Erhöhung der Prüffrequenz. Hierfür bieten sich Ultraschall-Resonanzsysteme an, die mit Frequenzen von 20 kHz arbeiten.

Am Lehrstuhl für Werkstoffkunde wird ein selbst entwickeltes piezoelektrisches Hochfrequenzschwingprüfsystem für die Untersuchungen im VHCF-Bereich eingesetzt. Der gleichzeitige Verwendung modernster Messmethoden und leistungsfähiger Analysesysteme ermöglicht es dabei, Werkstoffveränderungen frühzeitig nachzuweisen und den Ermüdungszustand metallischer Werkstoffe detailliert zu charakterisieren.

 

Auskünfte erteilt: 
Dipl.-Wirtsch.-Ing. M. Wolf
Tel.:  +49 631 - 205 - 5289
Fax: +49 631 - 205 - 2137
E-Mail: wolf(at)mv.uni-kl.de
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