Lehrstuhl für Werkstoffkunde (WKK)

Pneumatischer Kriechprüfstand am WKK!

Für die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Kriechschädigung und des Ermüdungsverhaltens wurde am WKK ein pneumatischer Kriechprüfstand entwickelt, der kriechinduzierte Vorschädigungen von Ermüdungsproben ermöglicht.

Über hydraulische Spannzangen lassen sich unterschiedliche Probengeometrien mit Schaftdurchmessern von 10 – 18 mm einspannen. Ein induktives Heizsystem mit einer Maximalleistung von 10 kW ermöglicht definierte Probentemperaturen von bis zu 1200°C mit individuell einstellbaren Heizraten. Während konventionelle Kriechprüfstände Kräfte bis etwa 5 kN erreichen, sind durch den verbauten Pneumatikzylinder an diesem Prüfstand Lasten bis zu 30 kN möglich. Dadurch können auch hohe Spannungen auf Proben mit großen Messstreckendurchmessern aufgebracht werden, was Untersuchungen an grobkörnigen Materialien erlaubt. Die Aufzeichnung der kriechinduzierten Probendehnung über die Versuchszeit erfolgt über ein neu entwickeltes Extensometer und eine kontaktlose kapazitive Abstandsmessung.

Mittels dieses pneumatischen Kriechprüfstandes werden die Forschungsarbeiten im Bereich der Hochtemperaturwerkstoffe insbesondere der Ni-Basis-Superlegierungen am Lehrstuhl für Werkstoffkunde intensiviert.

Zum Seitenanfang