Lehrstuhl für Mikrofluidmechanik

Entwicklung einer Messmethode für Strömungen

Strömungsgeschwindigkeiten sind grundsätzlich schwierig zu messen, weil die Bewegung eines einzelnen Fluidteilchens nicht ohne weiteres sichtbar ist. Daher bedient man sich typischerweise Hilfsmitteln wie Partikeln, die in die Strömung gegeben werden und ihr folgen sollen. In der Nähe von Oberflächen oder in Mikrosystemen ist dies aber oft ein Problem, da die Partikel zu groß sind, um nahe genug an die Oberfläche heran zu kommen oder eine genügende Auflösung zu bieten. Zusammem mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz möchten wir eine andere Herangehensweise testen, welche auf der Detektion eines Farbstoffs in der Flüssigkeit beruht. Die Arbeit soll am MPI-P durchgeführt werden.

Am MPI-P existiert ein Messsystem, mit welchem Strömugsmessungen hochgenau durchgeführt werden können. Dieses ist jedoch nur für zeitlich unveränderliche Strömungen möglich. Ziel ist, auf dieser Basis ein schnelles und zugleich genaues Messystem zu entwickeln, um so auch zeitlich veränderliche und schnelle Prozesse beobachten zu können.

Im Rahmen einer Master- oder Diplomarbeit soll

  • eine aus der Literatur bekannte Messmethode, welche auf einem bestimmten Farbstoff beruht und große Schnelligkeit verspricht, im existierenden System umgesetzt und getestet werden
  • diese Messmethode, hinsichtlich ihrer Genauigkeit weiter entwickelt werden. Hier existieren Ideen, wie dies mit einer geeigneten Kalibrierung bewerkstelligt werden kann.

Kontakt

Jun.-Prof. Clarissa Schönecker

schoenecker(at)mv.uni-kl.de 

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