Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK)

Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz

Die Forschungsinitiative unterstützt die Universitäten in Rheinland-Pfalz dabei, ihre Stärken im Wettbewerb der Besten deutlicher zur Geltung zu bringen. In diesem Rahmen verfolgt die Technische Universität Kaiserslautern das Ziel, ihr Profil weiter zu schärfen: International sichtbare Stärken werden durch Kooperationen im Verbund der Fachrichtungen weiterentwickelt. Das FBK ist dabei in den folgenden Bereichen beteiligt:

 

Forschungszentrum "Center for Mathematical and Computational Modelling (CM)²"

Das Forschungszentrum (CM)² wurde im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz im Juni 2008 an der TU Kaiserslautern eingerichtet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, anhand ausgewählter Anwendungsschwerpunkte zu demonstrieren, dass Mathematik in Verbindung mit Informatik heutzutage eine Technologie darstellt, die für Ingenieure und Naturwissenschaftler unverzichtbar ist und die Entwicklungen in den relevanten Gebieten vorantreiben wird. Im Forschungszentrum (CM)² sind neben dem FBK weitere Institute aus den Fachbereichen Bauingenieurwesen, Biologie, Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie dem Institut für Verbundwerkstoffe IVW und dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) beteiligt. Neben der Weiterentwicklung anwendungsorientierter mathematischer Methoden stellt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in allen beteiligten Disziplinen für (CM)² ein essentielles Ziel dar, um Kompetenzen aufzubauen und langfristig zu erhalten.

 

Landesforschungsschwerpunkt "Advanced Materials Engineering (AME)"

Im Juli 2008 ist mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz an der TU Kaiserslautern der Forschungsschwerpunkt "Advanced Materials Engineering" eingerichtet worden. Neben dem FBK sind weitere Institute des Fachbereichs Maschinenbau sowie des Fachbereichs Informatik und zwei An-Institute der TU Kaiserslautern im Forschungsschwerpunkt tätig.

Die Gruppe der hoch- und höchstfesten Stähle, Leichtmetalllegierungen, Hybridmaterialien wie Faser-Kunststoff-Verbunde oder Metal-Matrix-Composites gehören zu den wichtigsten Werkstoffen im Bereich des Leichtbaus. Die genannten Werkstoffgruppen sind die Schlüsselwerkstoffe für zukünftige Leichtbaulösungen z.B. in der Verkehrstechnik. Wesentlich für einen erfolgreichen Einsatz dieser Werkstoffe ist eine hochgradig vernetzte Anwendung von Experiment, Modellierung und Simulation bei der Entwicklung der neuen Produkte und der zugehörigen Produktionsprozesse. Das Ziel von AME ist es daher, das Zusammenspiel von Experiment, Modellierung und Simulation beispielhaft zu entwickeln, um einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb von Anlagen und Systemen sowie neue Funktionseigenschaften zu ermöglichen. Dazu soll im Laufe des Förderzeitraumes des Forschungsschwerpunktes AME ein "Augmented Materials Laboratory (AML)" entstehen, in dem experimentelle und modellbasierte Arbeiten der beteiligten Arbeitsgruppen und Forschungseinrichtungen am Rechner zusammengeführt und die experimentellen Ergebnisse validiert werden. Die geplanten Arbeiten leisten einen wesentlichen Beitrag für innovative Produktentwicklungen in High-Tech-Branchen wie der Automobil-, Flugzeug-, Bio- und Medizinindustrie.

 

Landestechnologieschwerpunkt "Zentrum für Nutzfahrzeugtechnik (ZNT)"

Nutzfahrzeugtechnik bildet eine Kernkompetenz der TU Kaiserslautern. Im Rahmen vieler Kooperationsprojekte mit Unternehmen der Region konnten in der Vergangenheit bereits zahlreiche innovative Technologien erforscht, entwickelt und in serienreifen Produkten zur Anwendung gebracht werden. Aufgrund der kontinuierlichen Zunahme fachübergreifender Forschungs- und Entwicklungsfragen, resultiert eine Vielzahl der erbrachten Forschungsleistungen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit der technischen Fachbereiche Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Informatik und Elektrotechnik.

Seit 2007 werden die in den einzelnen Fachbereichen der Universität vorhandenen Forschungskompetenzen im Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie (ZNT) organisatorisch zusammengefasst. Mit dem ZNT steht Nutzfahrzeugherstellern und deren Zulieferer damit ein zentraler Ansprechpartner zu allen nutzfahrzeugspezifischen Forschungs- und Entwicklungsfragen zur Verfügung. Allein vergangenes Jahr konnten so, mit Unterstützung des ZNT, über 40 Forschungsprojekte initiiert werden. Behandelt werden in diesen Projekten bspw. Fragestellungen zur belastungsorientierten Auslegung von Baumaschinen, zum dynamischen Verhalten von Antriebsträngen oder zur Gestaltung der Bedienerschnittstelle mobiler Betonpumpen.

Zum Seitenanfang